3 Tipps, wie du deine Fruchtbarkeit natürlich fördern kannst

Aktualisiert: 14. Juli



Einmal unfruchtbar, immer unfruchtbar?

Nein, Fruchtbarkeit ist in unserem Körper ein sehr sensibler Marker. Sind wir nicht in unserem körperlichen oder emotionalen Gleichgewicht, reagiert der Körper sehr schnell und fährt die Fruchtbarkeit herunter. Fortpflanzung ist nicht selbstverständlich, sondern ein Luxus für unseren Körper! Unser Körper reagiert dankbar, wenn wir uns ihm zuwenden und unsere Baustellen angehen. Leider fehlt in unserem Gesundheitssystem die Zeit, Frauen und Paare über die einfachen Möglichkeiten aufzuklären, wie sie die Fruchtbarkeit beeinflussen können. Und natürlich bringt es auch mehr Umsatz, wenn aufwändige Hormontherapien, Kinderwunsch-und Fruchtbarkeitsbehandlungen durchgeführt werden...

Meine Herzensangelegenheit ist es, Frauen wieder mehr mit sich und ihrem Körper vertraut zu machen und ihnen die Möglichkeit aufzuzeigen, wie sie ihre Fruchtbarkeit auf natürliche Weise fördern können. Natürlich kann ich nie die Garantie für eine Schwangerschaft geben, das wäre unseriös. Aber oft bedarf es gar nicht so viele Änderungen, damit unser Körper Vertrauen hat, dass Fortpflanzung nun doch eine gute Idee ist.

Drei der Faktoren, die deine Fruchtbarkeit natürlich fördern, möchte ich heute mit dir teilen.


Mache dich mit deinem Zyklus vertraut

Die weibliche Fruchtbarkeit ist komplex. Frauen sind im Gegensatz zu den Männern, die sich quasi ständig fortpflanzen können, nur wenige Stunden fruchtbar. Viele Frauen vertrauen deshalb auf Hilfsmittel, um ihre fruchtbaren Fenster festzustellen. In den letzten Jahren boomen Fruchtbarkeitstracking-Methoden, wie Apps und LH-Teststreifen. In Wahrheit sind aber die meisten dieser Methoden zu ungenau oder sie zeigen zwar das fruchtbare Fenster an, bis man reagieren kann, ist es oft zu spät. Der sicherste Weg ist es meiner Meinung nach, wenn man sich mit seinem Körper vertraut macht. Dieser sendet nämlich unmissverständliche Zeichen zu deinen fruchtbaren Tagen. Das dies eine sehr wirksame Methode ist, ist wissenschaftlich beweisen: Die Quote für eingetretene Schwangerschaften steigt beim Zyklus-Beobachten nach einem halben Jahr von 60% auf 81%! Was ich in der Praxis auch oft beobachte: Obwohl viele Frauen regelmässig eine Blutung haben, zeigte sich beim genaueren Beobachten, dass gar nicht immer ein Eisprung stattfand. Und ohne Eisprung ist natürlich keine Schwangerschaft möglich!


Was sind fruchtbare Körperzeichen?

  • Basaltemparatur: Die Basaltemperatur ist die Temperatur nach dem Aufwachen. Die Temperatur ist nach dem Eisprung höher als davor und hilft so den Eisprung zu erkennen. Diese Methode ist also weniger geeignet für Kinderwunsch, aber um den Zyklus kennen zu lernen.

  • Gebärmutterhals und Muttermund: Um den Eisprung wird der Gebärmutterhals weicher und der Muttermund öffnet sich leicht. Diese Methode braucht jedoch viel Übung und sollte eher in Zusammenhang mit anderen Fruchtbarkeitsanzeichen verwendet werden.

  • Zervixschleim: Der Zervixschleim ist das wichtigste fruchtbare Körperzeichen und wird durch das Östrogen-Hoch kurz vor dem Eisprung ausgelöst. Fruchtbarer Zervixschleim ist klar, glasig, spinnbar, wie Hühnereiweiss. Dieser Zeitpunkt ist also optimal für den Geschlechtsverkehr. Achtung: Der Zervixschleim ist anfällig für Verfälschung durch Husten- und Schleimlöser und Antihistaminika. Hast du keinen fruchtbaren Zervixschleim, findet vermutlich auch kein Eisprung statt.

Der optimale Zeitpunkt zum Schwanger-werden ist ab Beginn des fruchtbaren Zervixschleims oder zwei bis vier Tage vor dem Basaltemparaturanstieg.


Ernährung

Frauen mit Kinderwunsch wollen oft alles richtig machen. Ein entscheidender Faktor, nach dem immer wieder gefragt wird, ist die Ernährung. Meine Kundinnen wollen wissen, wie sie sich noch «perfekter» ernähren können, erkundigen sich nach Nahrungsergänzungsmitteln und Co. Doch gibt es DEN Ernährungstipp, die perfekte Ernährung, die dich schneller schwanger machen? Nein, da muss ich dich enttäuschen. Im Gegenteil: Meine Erfahrung zeigt: Manchmal ist weniger mehr. Ein unkomplizierter und genussvoller Umgang mit deiner Ernährung bringt viel mehr Erfolg als das x-te Nahrungsergänzungsmittel.

Warum? Einerseits setzten uns starre Ernährungsregeln noch mehr unter Druck. Und Druck und Stress sind Gift für die Fruchtbarkeit und den Kinderwunsch. Unter Stress fühlt sich der Körper nämlich nicht sicher um sich fortzupflanzen, deshalb wartet er lieber auf bessere Zeiten.

Andererseits mache ich oft die Erfahrung, dass Frauen, im Bestreben sich gut und richtig zu essen, zu wenig Energie zu sich nehmen. Auch in dieser Situation fühlt sich der Köper nicht genug in Sicherheit um das Luxusprojekt Fortpflanzung anzugehen.

Auch bestimmte Diäten, wie Intervallfasten, Paleo und Co. sind nicht etwa gesundheitsfördernd, wie oft angegeben wird. Dies mag zwar für Männerkörper gelten, Frauenkörper sind da hingegen einiges sensibler gestrickt.

Um ihre Fruchtbarkeit zu fördern, sollten Frauen also:

  • genügend Energie zu sich nehmen

  • auf genügend Kohlenhydrate, Fette, und Eiweiss achten

  • auf keinen Fall länger als 12-14h fasten

  • regelmässig essen

  • mit Genuss essen und sich nichts verbieten


Umweltgifte

Umweltgifte sind definiert als Stoffe (oder Zubereitungen), die den Boden, Luft, Gewässer, Lebewesen oder das Klima schädigen. Unser Körper ist eigentlich mit einem phänomenalen Entgiftungssystem ausgestattet, der Leber. Doch die Leber kommt mit der schieren Menge an Umweltgiften, die mittlerweile um uns sind, oft nicht mehr klar. So kann es passieren, dass sich in unserem Körper Gifte ablagern, schlicht indem wir sie einatmen, Dinge berühren, Nahrung und Flüssigkeit zu uns nehmen. Viele dieser Umweltgifte konnte mittlerweile nachgewiesen werden, dass sie unsere Fruchtbarkeit (bei Mann & Frau) beeinflussen kann. Besonders gefürchtet sind sogenannte Endokrine Disruptoren. Unter dem Begriff werden chemische Verbindungen zusammengefasst, die in das Hormonsystem von Säugetieren eingreifen können. Sie stören die natürlichen hormonellen Signalwege und können damit Wachstums- und Entwicklungsprozesse beeinflussen. Endokrine Disruptoren finden sich oft in Alltagsgegenständen, z.B. in Pestiziden, Kosmetika oder Dingen aus Plastik. Wir verlassen uns oft auf gewisse Grenzwerte, schliesslich wird ja alles getestet, was bei uns auf dem Markt zugelassen ist. Was viele allerdings nicht beachten: Natürlich brauchen wir nicht nur eines dieser Produkte, sondern immer mehrere am Tag. So ist es ein leichtes, dass Grenzwerte überschritten werden und die Umweltgifte Schädliches anrichten können.

Natürlich können wir heute unmöglich allen Umweltgiften ausweichen, dennoch gibt es einige Tipps und Tricks, wie man Umweltgifte in seinem Alltag reduzieren kann, z.B.

  • Naturkosmetik benutzen

  • Biologische Lebensmittel bevorzugen

  • Glas oder Holz anstatt Plastik benutzen

  • Biologische Reinigungsmittel verwenden

  • Saisonale Lebensmittel bevorzugen

  • Secondhandkleidung kaufen


Nebst Ernährung, Umweltgiften und Zyklusmonitoring gibt es weitere Tipps und Tricks, wie die Fruchtbarkeit beeinflusst werden kann. Nebst körperlichen Aspekten spielen auch mentale Faktoren eine wesentliche Rolle. In meinen 1:1 Coachings erarbeite mit meinen Kundinnen, welche Faktoren bei ihnen ausschlaggebend sind und zeige ihnen, wie sie diese beeinflussen können. Für Frauen, die sich am liebsten selbst zu helfen wissen, eignet sich mein Onlinekurs besonders. Im Kurs findest du alle Faktoren, die erwiesenermassen einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben und du lernst, wie du deine Fruchtbarkeit natürlich fördern kannst.


Mehr Informationen zu meinen Angeboten findest du hier:





Quellen:

Dannhauer, K. (2020). Schwanger werden - Der ganzheitliche Weg zum Wunschkind. Kösel Verlag.

Rinaldi N. (2016). No period, now what? A Guide to Regaining Your Cycles and your fertility. Antica Press, Waltham MA.


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