Was mich die Schwangerschaft über den weiblichen Körper gelehrt hat

Aktualisiert: 19. Mai

Heute bin ich bereits in der 35. Schwangerschaftswoche angekommen und die Geburt rückt immer näher. Das äussert sich nicht nur rechnerisch, sondern ich merke auch wie sich mein Körper langsam auf Geburt einstellt. Der Bauch senkt sich langsam und ich nehme physisch und mental langsam von der Schwangerschaft Abschied. Natürlich ist auch der Nestbau-Trieb in vollen Gange und ich wusle umher um noch letzte Dinge zu organisieren und schreibe To-Do-Listen für alles, was doch noch so dringend erledigt werden müsste (Ob es wirklich so dringend ist, ist natürlich fraglich😅). Gleichzeitig merke ich, wie mich mein Körper immer wieder ausbremst und ich alles ein bisschen langsamer angehen muss.


In den letzten Wochen ist mein Respekt für den weiblichen Körper noch viel mehr gewachsen. Er trägt uns nicht nur treu durchs Leben, sondern ermöglicht es, dass ein kleiner Mensch in uns heranwächst und das mit allem was dazugehört. Manchmal sitze ich einfach da und bewundere meinen runden Bauch, den ich nun stolz durch die Gegend trage. Und bin gleichzeitig traurig, dass ich denselben Bauch so viele Stunden meines Lebens versteckt und verurteilt habe. Der weibliche Körper ist mit der wunderbaren Fähigkeit ausgestattet sich auf die unterschiedlichsten Lebensphasen anzupassen und trotzdem haben wir den Anspruch, dass er immer mit 35 noch gleich aussehen sollte wie mit 18. Dabei vergessen wir aber, dass jede Falte jeder Dehnungsstreifen, jedes Extra-Speckröllchen seine Berechtigung hat. Unser Körper hat nur ein grosses Ziel: Er möchte uns ein möglichst gutes Leben ermöglichen und wir sollten langsam lernen, das auch anzuerkennen.


Natürlich wünsche ich mir, dass ich diese Einstellung auch nach der Schwangerschaft noch haben werde. Und gleichzeitig rechne ich realistisch mit dem Druck, der auf Frisch-Mamas einprasselt möglichst schnell wieder dem "Ideal-Bild" einer Frau entsprechen zu müssen. Dabei ist körperliche Veränderung mit der Geburt nicht abgeschlossen. Im Gegenteil: das Stillen, die Heilung und Rückbildung fordert den Körper nochmals besonders heraus. Wie meine Hebamme so schön sagt: "9 Monate dauert es, bis das Baby auf der Welt ist und 9 Monate, bis sich der Körper davon wieder erholt hat. Deshalb ist dieser Artikel einerseits ein Appell an mich, aber auch an alle anderen Frauen. Unser Körper schafft so viele Wunder und meint es immer gut mit uns. Und deshalb sollten wir ihm auch den nötigen Respekt, Zeit und Geduld entgegenbringen.


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