Mein drittes Trimester: Erkenntnisse, Herausforderungen und Vorfreude
- Melanie Weilenmann
- vor 12 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Die letzten Monate waren intensiv – fast könnte man sie als eine Art Lebenskrise beschreiben. Rückblickend erkenne ich, dass ich unglaublich viel gelernt habe.
Wie so oft bringt einem das Leben genau das, was man gerade braucht.
Die Schwangerschaft hat mich noch einmal stark mit meinem Leistungs-Ich konfrontiert. Loslassen lernen, Vertrauen finden, Ausruhen – all das wurde zu zentralen Themen. Anfangs zeigte sich das in Form einer Schwangerschaftsdepression, später durch die Sorge um eine mögliche Frühgeburt. Ich wurde quasi gezwungen, zur Ruhe zu kommen. Und um nicht aus dieser Ruhe zu geraten, wird dieser Blogbeitrag auch kürzer als die bisherigen ;-)
Drittes Trimester: mehr Ruhe und Raum
Im dritten Trimester ging es mir deutlich besser als in den beiden vorherigen. Ich war ruhiger, konnte mehr Raum für die Schwangerschaft einräumen und besuchte eine Art geburtsvorbereitendes Yoga im 1:1. Dabei sprachen wir vor allem über die Geburt – einmal pro Woche, sehr wohltuend, insgesamt eine sehr positive Erfahrung.
Kurz vor Weihnachten kam jedoch der Schreck: vorzeitige Wehen. Durch die Hebamme erhielt ich einen Befund, der stark auf ein Frühgeburtsbestreben hinwies. Das bedeutete, dass ich mich über die Weihnachtsferien sehr schonen musste. Rückblickend war die Woche davor wohl zu vollgepackt: mit einem Kleinkind, noch nicht so spürig für die Signale meines Körpers, dazu ein beginnender Infekt, erhöhter Ruhepuls und unruhiger Schlaf.
Ruhe und Regeneration über die Feiertage
Nach dem Weckruf der Hebamme habe ich mich über Weihnachten und Neujahr bewusst viel geschont: gelegen, gechillt, glücklicherweise konnte mein Mann viel übernehmen. Diese Phase half mir, wieder Energie zu tanken und die Balance zurückzugewinnen.
Bewegung und körperliche Aktivität
Bis kurz vor Weihnachten war ich tatsächlich noch 1–2 Mal pro Woche „joggend“ 3–5 km unterwegs, wobei ich immer mehr walkte zwischendurch, und fleissig Krafttraining machte. Rückblickend vielleicht noch etwas zu viel – 1–2 zusätzliche Ruhetage pro Woche hätten meinem Körper gutgetan, besonders vor anstrengenden Tagen.
Über die Weihnachtsferien habe ich mich dann nicht mehr getraut, zu laufen, sondern machte täglich Spaziergänge und weiterhin gelegentlich Krafttraining, wobei ich merkte, dass immer weniger Wiederholungen nötig waren. Am 1. Januar wagte ich noch einmal 3 km laufend bei strahlendem Sonnenschein – doch klar: das war das letzte Mal.
Jetzt konzentriere ich mich ausschliesslich auf Krafttraining, 3–4 Mal pro Woche, maximal 20–30 Minuten. Darüber wird viel zu wenig gesprochen: Auch vor der Geburt ist es sinnvoll, eine Art Tapering-Phase einzulegen, um Kraft zu sammeln für das grosse Ereignis.

Versöhnlicher Abschluss
Mit diesem Blogartikel verabschiede ich mich nun auch in die Pause. Ich bin ab ca. Ende Mai 2026 wieder zurück und freue mich, neue Erkenntnisse in meine Arbeit einfliessen zu lassen. Ich wünsche dir einen entspannten Frühling, Zeit für dich selbst und alles, was dich stärkt!




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