Fruchtbarkeit natürlich erhöhen: Die besten 10 Tipps

Fruchtbarkeits-Probleme betreffen bis zu 15% aller Paare. Der Weg zum Kinderwunsch-Glück kann manchmal eine grosse Herausforderung sein, aber du sollst wissen, dass du damit nicht alleine bist!

Zum Glück gibt es einige natürliche Methoden, die Fruchtbarkeit zu steigern! Tatsächlich können die Wahl der Lebensmittel und die Änderung des Lebensstils dazu beitragen, die Fruchtbarkeit natürlich zu beeinflussen, wie verschiedene Studien beweisen. Hier sind 10 natürliche Wege, um die Fruchtbarkeit zu steigern und schneller schwanger zu werden.



Schränke deinen Alkoholkonsum ein

Alkoholkonsum kann sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken. Es ist jedoch unklar, wie viel Alkohol nötig ist, um diesen Effekt auszulösen.

Eine Studie aus dem Jahr 2016 ergab, dass der Konsum von mehr als 14 alkoholischen Getränken pro Woche mit einer längeren Zeitspanne bis zum Eintritt einer Schwangerschaft verbunden war.

Eine ältere Studie aus dem Jahr 2004, an der 7393 Frauen teilnahmen, stellte fest, dass ein hoher Alkoholkonsum mit mehr Unfruchtbarkeitsuntersuchungen verbunden war.

Die Erkenntnisse über mäßigen Alkoholkonsum sind jedoch uneinheitlich. Eine ältere Studie fand keinen Zusammenhang zwischen mäßigem Konsum und Unfruchtbarkeit, während andere Studien berichten, dass mäßiger Konsum die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann.

Letztendlich wird empfohlen, einen übermäßigen Alkoholkonsum zu vermeiden.


Wähle bei Milchprodukten die Vollfettvariante

Ein hoher Verzehr von fettarmen Milchprodukten kann das Unfruchtbarkeitsrisiko erhöhen, während fettreiche Milchprodukte das Risiko senken können.

In einer großen Studie aus dem Jahr 2007 wurde untersucht, welche Auswirkungen der Verzehr von fettreichen Milchprodukten mehr als einmal pro Tag oder weniger als einmal pro Woche hat.

Sie ergab, dass Frauen, die täglich eine oder mehrere Portionen fettreicher Milchprodukte zu sich nahmen, ein um 27 Prozent geringeres Risiko hatten, unfruchtbar zu werden.

Um diese potenziellen Vorteile zu nutzen, solltest du fettarme Milchprodukte durch fettreicheree Milchprodukte ersetzen, z. B. durch ein Glas Vollmilch oder einen Vollfettjoghurt.


Werde aktiv – aber übertreibe es nicht

Bewegung hat viele Vorteile für die Gesundheit, einschließlich einer erhöhten Fruchtbarkeit. Eine Steigerung der moderaten körperlichen Aktivität wirkt sich positiv auf die Fruchtbarkeit von Frauen und Männern aus, insbesondere bei Übergewicht.

Allerdings sollte man bei Sport unbedingt das Mass halten! Übermäßiger Sport mit hoher Intensität wird bei Frauen sogar mit einer verminderten Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht! Übermäßiges Training kann das Energiegleichgewicht im Körper verändern und sich negativ auf Ihr Fortpflanzungssystem auswirken. Deshalb solltest du unbedingt Bewegung einbauen, aber mit Köpfchen und auf keinen Fall zu intensiv trainieren!


Versuche ein gesundes Gewicht zu erreichen

Sowohl untergewichtige als auch übergewichtige Frauen haben in der Regel größere Schwierigkeiten, schwanger zu werden. In der Regel ist ein Body-Mass-Index (BMI) von 20-24 für eine Schwangerschaft förderlich. Übergewichtige und untergewichtige Frauen können unregelmäßige oder gar keine Menstruationszyklen haben.

Obwohl es durchaus möglich ist, schwanger zu werden, wenn dein Gewicht außerhalb dieses Bereichs liegt, beeinträchtigen die vom Fettgewebe produzierten überschüssigen Hormone sowohl den Eisprung als auch die Schwangerschaft.

Gleichzeitig weisen untergewichtige Frauen auch ein höheres Risiko für Unfruchtbarkeit auf. Ein zu tiefes Gewicht signalisiert dem Körper, dass er weniger oder gar kein Östrogen mehr herstellt. Dies wiederum führt zu unregelmäßigen Menstruationszyklen und Fruchtbarkeitsproblemen.


Beobachte deinen Zyklus

Viele Frauen haben keine Ahnung, wie ihr normaler Menstruationszyklus aussieht, vor allem wenn sie jahrelang mit der Pille ihre Periode verhütet haben. Entgegen der landläufigen Meinung, dass Frauen einen 28-tägigen Zyklus haben, haben manche einen kürzeren (25 Tage) und andere einen längeren (35 Tage). Der Zyklus beginnt am ersten Tag der Periode, aber der Eisprung findet nicht unbedingt in der Mitte des Zyklus statt.

Erhöhe die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit, indem du deinen Zyklus genau im Auge behälst. Die Quote eingetretener Schwangerschaften steigt bei zyklusbeobachtenden Paaren von 60% auf 81% nach sechs Monaten! Eizellen sind etwa 12 bis 14 Stunden lang lebensfähig, während Spermien im weiblichen Körper bis zu 5 Tage lang überleben können. Wenn beide gleichzeitig in der Gebärmutter vorhanden sind (oder das Sperma vor dem Ei), erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung. In meinem Onlinekurs zeige ich dir noch mehr wertvolle Tipps, wie du deinen Zyklus kennenlernen kannst:




Halte deine Vagina fern von Chemikalien

Vermeide parfümierte Tampons und Vaginalsprays, da sie ein pH-Ungleichgewicht in deiner Scheide verursachen können. Künstliche Gleitmittel, Erregungsöle und Spülungen sollten ebenfalls vermieden werden, da sie den normalen Säuregehalt der Vagina verändern, Entzündungen verursachen und den Zervixschleim, der die Spermien transportiert, beeinträchtigen können.

Der pH-Wert der Vagina ändert sich während jedes Zyklus auf natürliche Weise von unwirtlich zu gastfreundlich für Spermien, daher ist es wichtig, ihn einfach zu belassen. Scheidenspülungen und -waschungen können dies unnötig stören!


Iss biologisch

Es lohnt sich auf jeden Fall, ein wenig mehr Geld auszugeben, um den Körper die bestmögliche Nahrung für die Fruchtbarkeit zu geben. Bio-Obst und -Gemüse enthalten weniger Pestizide einen höheren Nährstoffgehalt als nicht biologische Lebensmittel.

Eine Studie der Universität Newcastle aus dem Jahr 2015 analysierte 343 Studien zu den Unterschieden in der Zusammensetzung von biologischen und konventionellen Lebensmitteln. Die Ergebnisse zeigten, dass der zusätzliche Gehalt an Antioxidantien beim Verzehr von Bio-Obst, -Gemüse und -Getreide dem von 1-2 zusätzlichen Portionen Obst und Gemüse pro Tag entspricht. Der Gehalt an Antioxidantien wie Polyphenolen lag zwischen 18 und 69 % höher.

In der gleichen Studie wurden 48 % niedrigere Konzentrationen des giftigen Schwermetalls Kadmium festgestellt. Kadmium wird mit männlicher Unfruchtbarkeit in Verbindung gebracht. Außerdem wurde festgestellt, dass die Pestizidrückstände in ökologischen Kulturen viermal niedriger sind.


Reduziere deinen Kaffeekonsum

Eines der bekanntesten Hausmittel zur Förderung des Eisprungs ist der Verzicht auf Koffein. In einigen Studien zeigte sich, dass Frauen, die viel Kaffee trinken, geringere Chancen haben, schwanger zu werden, und öfters Fehlgeburten erleiden. Wenn du ein Kaffeeliebhaber bist musst du nicht völlig auf Kaffee verzichten, sondern lediglich versuchen, den Koffeinkonsum zu mäßigen.


Schlafe viel und gut.

Einer der am meist unterschätzen Faktoren im Kinderwunsch ist Schlaf. Im Schlaf erholt sich dein Körper und führt wichtige Reparaturprozesse durch. Untersuchungen haben ergeben, dass Frauen, die weniger als sieben Stunden Schlaf bekommen, mit 15 % geringerer Wahrscheinlichkeit schwanger werden als Frauen, die sieben bis acht Stunden Schlaf bekommen. Die empfohlenen 7 bis 8 Stunden Schlaf pro Nacht können den Spiegel von Progesteron, Östrogen, Leptin und Follikel-stimulierenden Hormonen (FSH) verbessern - allesamt wichtige Faktoren für die Entstehung und den Erhalt einer Schwangerschaft.


Vermeide Umweltgifte

Umweltgifte sind heutzutage überall und sie stehen in Verdacht, die hohen Unfruchtbarkeits-Raten heutzutage zu verursache. Besonders sogenannten Endokrine Disruptoren, die leider in vielen verschiedenen Kunststoffen stecken, mit denen wir täglich in Kontakt kommen, konnte nachgewiesen werden, dass sie die Fruchtbarkeit von Mann und Frau beeinträchtigen.



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Mehr Informationen findest du hier:




Quellen:

Eggert J., Theobald H. & Engfeldt P. (2004) Effects of alcohol consumption on female fertility during an 18-year period. Fertil Steril. 81(2):379-83.

Bolúmar F, Olsen J, Rebagliato M & Bisanti L. (1997) Caffeine intake and delayed conception: a European multicenter study on infertility and subfecundity. European Study Group on Infertility Subfecundity. Am J Epidemiol. 145(4):324-34.

Best D, Avenell A, Bhattacharya S. (2017) How effective are weight-loss interventions for improving fertility in women and men who are overweight or obese? A systematic review and meta-analysis of the evidence. Hum Reprod Update. 23(6):681-705.

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Reed, J. L., De Souza, M. J., Mallinson, R. J., Scheid, J. L., & Williams, N. I. (2015). Energy availability discriminates clinical menstrual status in exercising women. Journal of the International Society of Sports Nutrition, 12, 11.

De Souza, M. J., Hontscharuk, R., Olmsted, M., Kerr, G., & Williams, N. I. (2007). Drive for thinness score is a proxy indicator of energy deficiency in exercising women. Appetite, 48(3), 359–367.

Dannhauer, K. (2020). Schwanger werden - Der ganzheitliche Weg zum Wunschkind. Kösel Verlag.

Rinaldi N. (2016). No period, now what? A Guide to Regaining Your Cycles and your fertility. Antica Press, Waltham MA.

https://www.ncl.ac.uk/press/articles/archive/2015/10/organicvsnon-organicfood/